werkraumtheater Vorschau

MINDREVOLUTION

werkraumtheater Uraufführung 25. Mai 2018

Das Übü Epos

Nach König Übü ->>

Übü in Ketten ->> frei nach Jarry 

und der Entropist oder die Suche nach dem Glück ->> 

folgt die Fortsetzung des Übü Epos mit Mindrevolution.

Die Übü Trilogie

König Übü frei nach Alfred Jarry
König Übü
Die drei Übüs in Ketten
Übü in Ketten
Die drei Übüs in Der Entropist
Der Entropist

Trilogie Teil # 01

König Übü

Ein schröcklich schauriges Königsdrama frei nach Alfred Jarry

DIE ÜBÜS Wenn Clowns sich (und anderen) an die Gurgel gehen, um ihre Macht zu erhalten – Rezka Kanzian und Franz Blauensteiner stehen bis zum 12. Juni im Grazer werkraumtheater als „Die Übüs“ auf der Bühne – frei nach Alfred Jarrys legendärem „Ubu roi“.

Die Machtspielchen der Clowns Putzkübel und Klobürste sind die pseudoroyalen Accessoires mit denen sich „Die Übüs“ auf den Thron schummeln. Frei nach Alfred Jarrys „Ubu roi“ bringen Rezka Kanzian und

Franz Blauensteiner vom Grazer Werkraumtheater eine Blödelei mit den Ausmassen eines shakespeareschen Dramas auf die Bühne.

Vater Übü war einst der König von anderswo und sowieso, doch das Schicksal hat ihn und seine Frau zu Behelfsadeligen degradiert. Völlig hemmungslos beginnen sie sich mit Putzkübel und Klobürste adjustiert wieder nach oben zu schummeln und sitzen schon bald wieder auf dem Thron und befehligen die Massen.

Doch bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall – auch wenn in diesem Stück das Ende noch lange nicht der Schluss ist.

Basierend auf dem bahnbrechenden absurden Theaterstück „Ubu roi“ nehmen Kanzian und Blauensteiner die sprachlichen Spuren von Alfred Jarrys „gezwirbelter Schreiße“ auf und fügen ihr hie und da Bezüge zur Gegenwart (NSA, Steuerreform) an. Die clowneske Aufmache des Duos unterstreicht mit schrillen Farben die absurde Hemmungslosigkeit, die so manche Eliten an den Tag legen, wenn es um das Erlangen und den Erhalt von Macht geht. Ihre Clowns sind Könige im Vorspielen falscher Tatsachen und entziehen sich mit royaler Gleichgültigkeit jeglicher Verantwortung.

Mit der sehenswerten Adaption „Die Übüs“ feiert das werkraumtheater auf gebührende Weise sein 20-jähriges Bestehen.“

Chr. Hartner, Krone, 30.04.2015

Trilogie Teil # 02

Die Übüs in Ketten

Ein schröcklich schauriges Freiheitsdrama, frei nach A. Jarry

Die Übüs haben Thron und Macht verloren und finden sich nach ihrer Flucht völlig mittellos in Europopolis, dem Land der Freiheit, wieder. Und jetzt? Im Land der Freiheit ist alles möglich, oder doch nicht? Die Übüs stellen sich mit ihrer pataphysischen Logik der allgemein herrschenden Freiheitstheorie und sorgen für Aufruhr.

Die Stückvorlage wurde von 22 auf 3 Schauspieler reduziert und mit eigenen Texten, wir hoffen im Sinne von Jarry, bearbeitet.  Alfred Jarry, ein „Enfant terrible par excellence“, geistiger Vater der Surrealisten, Dadaisten und Absurden, der 1907 nur 34 Jahre alt in Paris starb, wurde zum Inbegriff der Moderne. Jarrys Werk ist geprägt von einer absurden Gedankenschärfe. Er spielt in diesem Theaterstück mit dem Begriff der Freiheit und den damit eng verbundenen Wertvorstellungen, stellt in Frage, lässt schwarz als weiß oder zumindest grau erscheinen. Dem sogenannten gesunden Menschenverstand stellt er sich mit glänzender Antivernunft entgegen und zerstört jede konventionelle Weltsicht durch eine Kombination aus humanistischer Gelehrsamkeit und Possenreißerei. Gemäß dem Prinzip der Umkehrung rührt Jarry mit seiner grotesk-absurden Logik an der sogenannten Freiheit.

Trilogie Teil # 03

Der Entropist oder die Suche nach dem Glück

Synopse

Der Entropist – Oder die Übüs auf der Suche nach dem Glück  von Robert Wolf

Bearbeitung, Regie:  Blauensteiner & Kanzian Uraufführung 5. Mai 2017

„Um die Größe des Glücks geht es!“, so der Entropist, der als Physiker versucht die Welt zu entmystifizieren. Er zwängt das Große und Nichtfaßbare dieser Welt, in kleine Zahlen und eckige Formeln. 

Er will begreifen, doch greift er immer wieder ins Leere –zumindest bei dem persönlichen Experiment Leben. Einsam, allein und ganz in sich zurückgezogen, scheitert das Genie an sich selbst. 

Das Prinzip der Entropie, die stetige Bewegung von Ordnung zur Unordnung, macht auch vor ihm und seinem Privatleben nicht halt. Eine Zweisamkeit scheint nicht möglich. Nur seine Mutter hat Verständnis für ihn. 

Doch kann der Entropist, der sich mehr und mehr in seinem Arbeitszimmer in seine ganz eigene Wirklichkeit hineindenkt, überhaupt von jemandem verstanden werden? Versteht er sich selbst?

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