werkraumtheater-Rückschau-Produktionen-2013

BRENNPUNKT MARIBOR

Man geht wieder auf die Strasse

29. Jänner 2013  werkraum studio

BRENNPUNKT 
Aktuelle kultur- und sozial-ökonomische Schräglagen werden von Betroffenen präsentiert.
Berichte von der Front, sozusagen. Konfrontation – Diskussion
Man geht wieder auf die Strasse.

Brennpunkt Diskussion Konfrontation
Boris Jaušovec Journalist
Brennpunkt Maribor 2013
Plakat Gotofje

Es berichtet
Boris Jaušovec, Polit. Redakteur d. Tageszeitung Večer
Moderation Michael Petrowitsch
Konzept Franz Blauensteiner

GOTOFJE!

ANDERE SEITEN & SAITEN

DRUGAČNE STRANI & STRUNE

15.Februar 2013  werkraum studio

Literatur Fabjan Hafner
Musik Janez Gregorič,
Moderation Rezka Kanzian  

Buchpräsentation

WIR SIND ÜBER DIE MUR GESCHWOMMEN - EIN FLUSS ALS GRENZE

11. April 2013  werkraum studio

Zwischen ideologischen Systemen in den Fünfzigerjahren, von Edda Engelke
Kooperation mit Pavlova hiša - Pavelhaus, Michael Petrowitsch und dem werkraumtheater

DAS WERKRAUM THEATER IN JAPAN

Kultur-, Zen- und Gastspielreise

6. bis 22. Mai 2013

Vortrag und Lesung

MELA HARTWIG / DER GARTEN DER ERINNERUNG

6. Juni 2013  Museum Joanneum Graz

Von und mit
Gerhard Dienes, Rezka Kanzian
Musik Peter Kunsek

LITERATUR FESTIVAL

STRANOU BÁSNICI NAŽIVO

11. - 16. Juni 2013 Prag Beroun Schloss Krakove

Mit Lyrik von Rezka Kanzian

BRENNPUNKT HEIMAT

ODER DIE VERLUDERUNG EINES BEGRIFFES

17. September 2013 werkraum studio

Gäste
Christian Fleck (Soziologe)
Joachim Hainzl (Sozialpädagoge)
Josef-Paul Puntigam (Brigadier iR)
Harald Saiko (Architekt)
Moderation Michael Petrowitsch
Konzept Franz Blauensteiner

Vortrag Lesung

SREČKO KOSOVEL / DER KARST / TRIEST

24. September 2013 Museum Joanneum

Von und mit Gerhard Dienes und Rezka Kanzian
Musik Peter Kunsek

ANDERE SEITEN & SAITEN

DRUGAČNE STRANI & STRUNE

KEIN SCHÖNER LAND – TA HIŠA NI MOJA

11. Oktober 2013 werkraum studio

Lyrik von Jani Oswald
Musik Jazzformation Koroška/Kärnten
Dietmar Pickl voc
Primus Sitter git
Stefan Gfrerrer b
Emil Krištof dr
Kooperation mit Pavlova hiša - Pavelhaus

THEATER

HEIM-WEH-DOM-O-TO-Ž-JE

in dt und auch slow Sprache - im Dialog mit Visuals

26. Oktober 2013 UA werkraum studio

Heimat, Muttersprache, Vaterland? Ritter, Retter, Mythos, Held? Mut statt Wut? Heimat, sind wir am Ende mit deinem Wort? Sinnieren, reflektieren, sortieren, notieren, archivieren – sich erinnernd… Bilder, wohin der Blick sich auch wendet, überall und in jedem Moment, Bilder…

Domovina, materinščina, matica? Vitez, rešitelj, mit, junak? Pogum namesto jeze? Domovina, smo končali s tvojo besedo? Premišljevati, reflektirati, sortirati, zapisovati, arhivirati – se spominjati… Slike, kamor se obrne pogled, vsepovsod in v vsakem trenutku, slike…

Heimat – Muttersprache – Vaterland?
sich erinnernd... Bilder, wohin der Blick sich wendet …
Heimat - bürgerlicher Mythos - das Bild vom „Ewigen Menschen“, der keine sozialen Unterschiede kennt, natürlicher STATUS QUO,
CONDITIO HUMANA, friedliches KOLLEKTIV
Was ist Heimat?
Legitimationsquelle, Bedrohung und Vereinnahmung,
ein Ideal oder bürgerlicher Mythos?
The only solution is WorldRevolution!
Info-Graz

Die Sehnsucht nach der Heimat.
Zweisprachige Theatervorstellung im Grazer werkraum theater von Rezka Kanzian und Franz Blauensteiner.
Im werkraum theater wurde am Samstag das erste professionelle zweisprachige Theaterstück »heim-weh-dom-o-to-ž-je« in Graz uraufgeführt.
Das Stück haben Franz Blauensteiner und Rezka Kanzian geschrieben und auch inszeniert. Für Licht, Musik und Visuals zeichnet Nina Ortner, der Fotograf ist Karl Peter Prem. Barbara Predin war verantwortlich für die Kostüme und die Produktionsorganisation übernahm Martina Wapper-Schulze.

Im Programmheft wird angeführt, dass die globale Finanz- und Wirtschaftskrise Existenzängste, Identitätskrisen und Heimatverlustgefühle evoziert.
Das werkraum theater ist schon seit 18Jahren in Graz beheimatet, fühlt sich aber noch immer nicht heimisch. Blauensteiner wurde zwar in der österreichischen Steiermark geboren, aber seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Wien;
bevor er nach Graz kam, lebte er in verschiedenen Städten in Deutschland.
Rezka Kanzian ist gebürtige Kärntner Slowenin, sie lebt aber nun schon seit einem Viertel Jahrhundert in Graz. Ist sie somit eine österreichisch-steirische Slowenin?

»Sowohl die undurchschaubare Welt der virtuellen Bilder, der Bits und Bytes, der Zahlen im Allgemeinen als auch die Unverbindlichkeit und Kälte der großen Netzwerke, und die damit einhergehende altbewährte Hegemonie des Großen über das Kleine, im steten Verbund mit dem moralischen Werteverfall«,
alles entpuppt sich in der Vorstellung intellektuell-eloquent, aber immer wieder gibt es Momente unterhaltsamer Ironien, Sarkasmen und Zynismen.
Franz Blauensteiner ist zu Beginn des Stückes ein alter Mann, Waki, hinter ihm an der Wand verflechten sich historische Aufnahmen aus dem 1.Weltkrieg, genauer gesagt von der Isonzo-Front, sein Kopf ist voll von schrecklichen Bildern.
Kanzian ist zu Beginn eine junge Frau Shite, hungrig und durstig, sie muss ihren Körper anpreisen und verkaufen.
In der Vorstellung  vollgespickt mit Songs, wird sie älter, er jünger; sie treffen aufeinander, kämpfen miteinander, sie protestieren, suchen das Glück, die Geborgenheit, die Heimat.
Und dabei sprechen sie viele bittere Wahrheiten der heutigen Welt aus.
Boris Jaušovec, Tageszeitung Večer Maribor, 29.10.2013