werkraumtheater-Rückschau-Produktionen-1995-2017

Schwerpunkt unserer Auseinandersetzungen sind die vielfältigen Momente menschlicher Verrohung und Ursachen von Gewalt.

Theater als Spiegelbild aktueller inhumaner Gesellschaftsentwicklungen.

In diesem Zusammenhang wird die Auseinandersetzung mit der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts (Schwerpunkt z.B. Alfred Jarry) fortgesetzt und es werden zeitgenössische AutorInnen miteinbezogen.

Ästhetik Mit unserer Ästhetik versuchen wir einen guten Weg zwischen dem Eigenen (Textmaterial) und dem Fremden (Autorentheater) zu finden.

Das heisst Fragen aufwerfen, Bewusstsein schärfen und  Haltung zeigen.

Theatersprache Unsere Theatersprache bemüht sich im Spannungsfeld der Verwirtschaftlichung von Kunst, um die Aufrechterhaltung künstlerischer Authentizität im Umgang mit der alles bestimmenden Ratio der Verkäuflichkeit.

Komik des Wilden Es hat sich gezeigt, dass unsere Theatersprache, eine Art grotesker Komik des Wilden, nicht Berechenbaren, in einer Welt der alles umfassenden Kosten- und Nutzenrechnung vom Publikum sehr gut angenommen wird.

Kunst der Reduktion Und unsere Kunstform der Verdichtung und Reduktion die unterschiedlichsten Generationen und Gesellschaftsschichten anspricht.

Interkulturelle Vernetzung Eine weitere Säule unserer künstlerischen Arbeit ist die interkulturelle KünstlerInnen-Vernetzung im Rahmen der bilingualen Veranstaltungsreihe „Andere Seiten&Saiten“.

Diesbezüglich ist eine Erweiterung des Blickwinkels von autochthonen Minderheiten auf neue Minderheitengruppen (der Zuwanderung) geplant.

Theater Beginnt dort wo Realität endet. Viele Masken trägt das ich. Form ist Inhalt und Inhalt ist auch Form. Mimus versus Sprache?

Keine Trennung zwischen Kunst und Leben. (Jerzej Grotowski)

Kunst Realitätswund und wirklichkeit's suchend Im Wechsel von Schein und Sein Zwischen Dichtung und Wahrheit. Fragen aufwerfen, Bewusstsein schärfen, Haltung zeigen.

Kunst Das denken im wilden Zustand, das sich von dem Zwecks Erreichung eines Ertrages kultivierten oder domestizierten Denken unterscheidet. (Claude Lévi-Strauss)

Meine Rollen Sind speichel und Spucknapf, Messer und Wunde, Zahn und Gurgel, Hals und Strick. (Heiner Müller)

Die guten Texte Wachsen immer noch auf finsterm Grund. (Heiner Müller)

Unser Impuls Zeichen setzen. Geschichten erzählen, indem man sie bis auf ihr Skelett reduziert. Um dann wieder mit Fleisch zu füllen.