Fritz Grünbaum und das Wiener Kabarett

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Datum/Zeit
Date(s) - 21/11/2019
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
werkraumstudio

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Buchpräsentation

Biographie und Lesebuch |
Autor Hans Veigl | Hrsg. ÖKA

Einführende Worte Dr. Iris Fink (Leiterin des Österr. Kabarettarchivs / ÖKA) und Dr. Kurt Flecker (Präsident der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik / GKP)

Es lesen: Roland Knie und Rezka Kanzian. Eine Kooperation zwischen werkraumtheater, ÖKA und der GKP

Fritz Grünbaum war einer der bedeutendsten Unterhaltungskünstler der Zwischenkriegszeit. Neben seinen gereimten Monologen und den legendären Doppelconférencen mit Karl Farkas schuf er unvergessene Schlager. Daneben schrieb er Operettenlibretti, wirkte in Filmen mit und war Direktor zahlreicher Revue- und Kabarettbühnen.

Der Publikumsliebling wurde 1938 verhaftet und kam 1941 im KZ Dachau ums Leben.

Fritz Grünbaum begleitet das ÖKA von Anfang an – wir haben in der Vergangenheit eine kleine Lebensdarstellung über ihn herausgebracht, eine Wander-Ausstellung gestaltet und einen Stern der Satire am Walk of Fame des Kabaretts in Mainz für ihn organisiert.Unterdessen scheint es wieder notwendig, ihm und seiner Zeit zu gedenken und sich Fritz Grünbaums Schicksal in Erinnerung zu rufen.


Fritz Grünbaum

Das ÖKA

Das Kabarett in Österreich

Die Geschichte des literarischen Kabaretts in Österreich beginnt im Jahr 1901. Natürlich nicht aus dem Nichts – vielmehr steht es in der Tradition von Volkstheater und Volkssängertum, vermischt mit Einflüssen aus Deutschland, wo im selben Jahr die ersten Kabaretts (auch „Überbrettln“ genannt) eröffnet wurden.

Fortan lässt sich das Genre, welches Theater, Literatur und Musik gekonnt vermischt, kontinuierlich bis in die Gegenwart verfolgen.

Und es lohnt sich, das Kabarett – seine Texte wie seine Musik – auch wissenschaftlich zu untersuchen. Denn die humorvollen, witzigen, satirischen, analytischen, zuweilen auch aufklärerischen Texte sind eine wunderbar verdichtete zeithistorische Quelle. An diesen Texten und ihrer Dokumentation können gesellschaftliche Zusammenhänge und politische Strömungen sehr gut abgelesen werden.

Kurzum: Sie sind Teil der Alltagskultur und somit auch der Kulturwissenschaften.

Autor: Franz Blauensteiner

Kulturarbeiter - Theatermacher